Fury in the Slaughterhouse
Rockband aus Hannover - Das sind Fury in the Slaughterhouse
Rockband aus Hannover - Das sind Fury in the Slaughterhouse
40 Jahre Fury in the Slaughterhouse – und von Müdigkeit keine Spur.
Im Music Made in Germany Podcast sprechen Fury über vier Jahrzehnte gemeinsame Bandgeschichte, das Leben auf Tour und darüber, wie sich Konzerte verändern, wenn nicht nur die Band älter wird, sondern auch das Publikum.
Kommen die Fans von früher heute mit ihren eigenen Kindern? Spürt man nach unzähligen Shows eigentlich immer noch sofort, wenn ein Konzert außergewöhnlich gut war? Und wie bereitet man sich nach 40 Jahren Bandgeschichte überhaupt noch auf eine Tour vor?
Außerdem erzählen Fury von einem ihrer verrücktesten Live-Erlebnisse überhaupt – und das liegt überraschenderweise noch gar nicht so lange zurück.
Ein Gespräch über 40 Jahre Fury in the Slaughterhouse, die Liebe zur Bühne, Generationen vor der Bühne und darüber, warum diese Band auch 2026 noch lange nicht fertig ist.

Das Album "Changes" wurde Juni 2026 von Fury in the Slaughterhouse veröffentlicht und die dahinterstehenden Songs handeln im Kern von notwendigen Veränderungen, dem Blick nach vorn sowie den essenziellen Dingen im Leben, die man sich nicht für Geld kaufen kann.
Name: Fury in the Slaughterhouse
Beruf: Rockband
Gründung: 1987 (Dezember 1986/Frühjahr 1987) in Hannover
Bekanntester Song: "Radio Orchid"
Kurioses: Der Bandname bezieht sich Gerüchten zufolge nicht auf einen echten Schlachthof, sondern auf ein Pferd namens Fury aus einer US-Kinderserie der 1950er, die in den 1980ern im deutschen Fernsehen lief.
Fury in the Slaughterhouse entstand in Hannover: Die Brüder Kai und Thorsten Wingenfelder gründeten die Band gemeinsam mit Rainer Schumann, Christof Stein Schneider und Hannes Schäfer. Zwei Musiker waren den Brüdern allerdings eindeutig zu wenig, also musste Verstärkung her. So war die norddeutsche Rockband schließlich komplett. 1989 kam noch Keyboarder Gero Drnek dazu. Der ungewöhnliche Bandname bedeutet übersetzt "Aufruhr im Schlachthof".
Während damals die Neue Deutsche Welle die Musiklandschaft prägte, gingen Fury in the Slaughterhouse bewusst einen anderen Weg. Statt deutscher Texte setzte die Band von Anfang an auf englischsprachige Songs und machte sich damit als Mainstream Rockband einen Namen. 1992 gründeten die Plattenfirma SPV und BMG Ariola gemeinsam das Label Slaughterhouse Music. Für Fury bedeutete das vor allem eines: Die Band konnte auch international richtig durchstarten.
Der große Durchbruch folgte 1993 mit dem Album "Mono". Songs wie "Radio Orchid" und "Every Generation Got Its Own Disease" machten die Band auch über Deutschland hinaus bekannt. Es folgten Tourneen durch Europa und die USA, außerdem nahm RCA USA die Hannoveraner unter Vertrag.
1996 wurde Bassist Hannes Schäfer durch Christian Decker ersetzt. Seitdem blieb die Besetzung weitgehend stabil. Insgesamt verkaufte Fury in the Slaughterhouse mehr als vier Millionen Tonträger und spielte weltweit über 1000 Konzerte. 2005 gründete die Band ihr eigenes Label Kick It Out, über das sämtliche Alben in überarbeiteten Neuauflagen erschienen. Ein Jahr später durfte sich Fury außerdem ins Goldene Buch der Stadt Hannover eintragen.
2008 war zunächst Schluss: Die Band löste sich auf. Doch ganz ohne Fury ging es offenbar nicht. 2013 kehrte die Gruppe für ein Sonderkonzert zurück, bevor 2017 schließlich das dauerhafte Comeback folgte.
Nach 15 Jahren ohne neues Album meldete sich Fury in the Slaughterhouse 2021 mit "Now" zurück. 2023 folgte "HOPE" und im Juni 2026 legte die Band mit "Changes" bereits den nächsten neuen Longplayer nach.