Jan Delay
Hip-Hop-, Reggae-, Soul- und Funk-Musiker, Rapper, Produzent und Synchronsprecher - Das ist Jan Delay
Hip-Hop-, Reggae-, Soul- und Funk-Musiker, Rapper, Produzent und Synchronsprecher - Das ist Jan Delay
Ob es um seine Geschmacksnerven oder seine Intuition geht. Jan Delay ist Kind geblieben und das ist sein großer Vorteil im Leben, in Entscheidungen, im Fühlen und Handeln. Vielleicht drückt sich sein nahes Verhältnis zu Udo Lindenberg genau darin aus. Wegzugehen, wo es einem nicht gefällt, hinzugehen, wohin es einen hinzieht, direkt und ungefiltert das zu sagen, was einen bewegt. Entspannt ehrlich ist das MMIG-Gespräch mit Jan Delay hoch oben im Norden. Bei einer Sache wird es etwas ungemütlich - in der Passage, in der es um die Anmaßung und das Urteil gewisser Musikjournalisten geht.

27 Jahre nach ihrem gemeinsamen Klassiker "Reimemonster" veröffentlichen Afrob und Ferris MC endlich ihr erstes gemeinsames Album. "Ein Fall für Zwei" erschien am 26. Juni 2026 über Capitol Records und bringt zahlreiche Deutschrap-Größen zusammen – darunter Eko Fresh, Curse, Gini und Jan Delay. Letzterer steuert die Hook zum Song "Mitternacht" bei.
Inhaltlich setzt das Album auf klassischen Hip-Hop mit Haltung statt Statussymbolen. "Oldschool, aber kein Scheiß von gestern", beschreiben Afrob und Ferris MC ihr Projekt selbst. Dass Jan Delay mit an Bord ist, passt perfekt ins Konzept. Unter der Albumankündigung auf Instagram meldeten sich außerdem Szenegrößen wie Joy Denalane, Eko Fresh, B-Tight und Megaloh zu Wort – ein starkes Zeichen für die Bedeutung dieser Deutschrap-Reunion.
Name: Jan Philipp Eißfeldt
Beruf: Hip-Hop-, Reggae-, Soul- und Funk-Musiker, Rapper, Produzent und Synchronsprecher
Geburtstag: 20.02.1976
Größe: 177cm
Bekanntester Song: "Irgendwie, irgendwo, irgendwann"
Kurioses: Als Kind wurde er für seine nasale Stimme von seinem Vater gehänselt.
Jan Philipp Eißfeldt lässt sich in keine Schublade stecken. Stattdessen ist das Allroundtalent aus Hamburg in den Genres Hip-Hop, Reggae, Soul, Rock und Funk zu Hause und konnte unter den Pseudonymen Eizi Eiz und Eißfeldt seine ersten Erfolge als Teil der Hip-Hop-Gruppe Absolute Beginner, mittlerweile nur noch Beginner, feiern. Den Künstlernamen Jan Delay nahm der Solo-Musiker 1999 an – eine Anspielung auf die in den 90er-Jahren kurzzeitig erfolgreiche Rapperin Young Deenay. Mit seiner Debütsingle "Irgendwie, irgendwo, irgendwann", die gemeinsam mit Denyo releast wurde, konnte der Hamburger noch vor der Jahrtausendwende auf Platz 2 der deutschen Charts klettern. Sie ist bis heute seine erfolgreichste Single.
Delay hat mittlerweile fünf Studioalben veröffentlicht, wobei "Mercedes-Dance", "Wir Kinder vom Bahnhof Soul" und "Hammer & Michel" zwischen 2006 und 2014 allesamt Platz eins der deutschen Albumcharts erreichten. Ein Jahr später wurde er mit dem Radio Regenbogen Award als "Künstler National" ausgezeichnet. Doch nicht nur musikalisch kann Jan alle vom Hocker hauen: Dank seiner markanten nasalen Stimme wirkte er in diversen Filmen als Synchronsprecher mit und übernahm unter anderem die Hauptrolle in den "Der kleine Rabe Socke"-Filmen, den Schurken Victor in "Ich – Einfach unverbesserlich" sowie Willi in "Die Biene Maja – Der Kinofilm".
Des Weiteren engagiert sich der Hamburger Musiker als Lesebotschafter für die Stiftung Lesen sowie für das Lesen- und Schreibenlernen im Rahmen der Kampagne iCHANCE, die vom Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung durchgeführt wird.
Jan Delay versucht, sein Privatleben so gut es geht aus der Öffentlichkeit herauszuhalten. Sicher ist jedoch, dass der Musiker seit einigen Jahren verheiratet ist und im Januar 2014 seine Tochter Carla-Marie erstmals in den Armen halten durfte.